Geschichte

Die planmäßige Besiedlung in diesem Gebiet begann im 15. und 16. Jahrhundert. So sind bis etwa 1565 im Kirchspiel Wehrkirchen (Szittkehmenn) fast alle Dörfer gegründet worden. In diese Zeit fällt auch die beginnende Entstehung des Ortes Pawischteiten (oder Pawkstiten), später Missischken und danach Kallweitschen. Im Zuge der Umbenennung zahlreicher Ortsnamen im Jahr 1938 wurde Kallweitschen in Kornberg umbenannt.


Im Oktober 1944 mußten die Einwohner Kornbergs den Ort als Folge des Zweiten Weltkriegs endgültig verlassen. Die Gehöfte waren im folgenden Kriegsgeschehen im wesentlichen unbeschädigt geblieben. In den Jahren 1945/46 war im Ortsgebiet von den Russen ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet worden. Danach wurde das Dorf wohl aufgegeben. Die Gebäude wurden offenbar systematisch abgetragen.

Bei der Aufteilung Ostpreußens im August 1945 fiel der nördliche Teil der Sowjetunion zu. Dabei wurde (auch) der Kreis Goldap in Ost-West-Richtung etwa 4 km nördlich Goldap geteilt. Kornberg, das den Ortsnamen Priozernoje erhalten hatte, war damit dem jetzigen Rußland zugeschlagen.




Ostpreußen war ehemals die östlichste Provinz Deutschlands. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Ostpreußen durch den etwa 100 km breiten Polnischen Korridor vom übrigen Deutschland getrennt (Versailler Vertrag von 1919) und geriet so in eine Insellage. Zudem mußte das Memelland abgetreten werden und kam später zu Litauen.
Im Mai 1939 umfaßte Ostpreußen ein Gebiet von 36996 qkm mit 2488000 Einwohnern.


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